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.... was man nicht genau weiß, weiß man gar nicht ....

Management Know-How

 

Risk Management

 

 

Unser Risk - Management Ansatz

 

Die im Rahmen unserer Mittelstandsinitiative geführten Gespräche mit Managern und Eigentümern haben klar erkennen lassen, dass zwar viele Unternehmen Teilaspekte des Risikomanagements beachtet haben (EDV-Sicherheit, Versicherungen, Brandschutz, Delkredererisiko, etc.), jedoch nur selten ein geschlossener Risikomanagementprozess implementiert ist, der die gesamten Risiken berücksichtigt. Wesentliche, Existenz gefährdende Gefahren und Schadenspotenziale bleiben unerkannt. Man findet sie erst zu spät - nämlich in der Konkursstatistik. Wenn Risikopotenziale zur bitteren Realität wurden oder zumindest deutliche Spuren im Unternehmensergebnis hinterlassen haben.

 

Laut KSV - Konkursstatistik liegen mehr als 52% der Fälle im Bereich von mangelndem Risikomanagement, da der Blick nach vorne fehlt. Der erste und wichtigste Schritt zum Risikomanagement (egal, ob schon teilweise implementiert oder neu begonnen werden soll) ist die vollständige Inventarisierung des Risikopotentials, die Risk - Map. Dazu sollte man sich mit umfangreichen Checklisten bewaffnen oder auf externe Hilfe zurückgreifen, denn meist ist man sich des gesamten Umfanges an Risikopotenzial nicht bewusst.

 

Folgende Tabelle soll einen Überblick geben, welche Risikoklassen unbedingt berücksichtigt werden sollen:

 

Risikoklassifikation

 

Die Risk - Map  beschränkt sich aber nicht nur darauf, die Unternehmensrisiken zu tabellieren, sondern beinhaltet auch eine Bewertung. Wonach kann man ein komplexes Konstrukt wie den Begriff „Risiko“ denn nun bewerten?

 

 

Risikobewertung

 

In der Praxis haben sich zwei Größen etabliert, um den Begriff Risiko näher zu beschreiben:

  • die Eintrittswahrscheinlichkeit, bezeichnet mit dem griechischen Buchstaben Psi (Ψ), die mathematisch zwischen null und eins liegt, wobei 1 das sichere Ereignis darstellt

  • das Schadenspotenzial, angegeben in Werteinheiten (z.B. Euro, $, ....), das liegt leider zwischen Null und (zumindest theoretisch) unendlich

Wie die Praxis zeigt, bedarf es präziser Argumentation und Diskussion, bis im Team ein gemeinsames Verständnis über die Risiko-Ausprägungen erzielt werden kann, damit man die Risk - Map auch tatsächlich aussagekräftig erstellen kann. Ein Beispiel aus unserer Praxis zeigt die nachstehende Grafik:

 

Risikobewertung und -positionierung

 

Risikomanagement

 

Je nach Unternehmensgröße und Schadenspotenzial empfehlen sich nun unterschiedliche Vorgehensweisen in Bezug aus das operative Risikohandling (Risk Mitigation). Die vier Basisstrategien für das Risikohandling sind:

  • Vermeiden

  • Vermindern

  • Finanzieren (z.B. versichern)

  • Risiko selbst tragen

An dieser Stelle gilt es, für das jeweilige Unternehmen maßgeschneiderte Lösungen zu erarbeiten, denn ein Konzern kann beispielsweise durch Captives (wörtlich eigentlich: „gefangene Versicherungsunternehmen“), einem konzerneigenen Versicherungsunternehmen, auf welches gewisse Unternehmensrisiken übertragen werden können und meist - da sich diese Captives meist in „Steueroasen“ befinden - auch noch steuerlich optimierbar sind, Risiko selbst tragen.

 

Diese Möglichkeit steht Klein- und Kleinstunternehmen leider nicht zur Verfügung, aber dafür kommen wieder andere Möglichkeiten aus dem operativen Risikohandling - Portfolio zum tragen. Denn wo ein Konzern zum „Risiko selbst tragen“ verdonnert ist, steht für kleinere Unternehmen auch noch die Möglichkeit des Finanzierens offen.

 

Dabei sind sicher nicht nur die klassischen Instrumente der Versicherung interessant, sondern in zunehmenden Maße auch der alternative Risk Transfer, wo es sich meistens um alternative Risikofinanzierung (Finite Risk-Konzepte, Risk Securitization, etc.) oder Risikoabsicherung durch derivative Finanzinstrumente handelt.

 

Mögen Derivative noch bei der Absicherung von Währungsrisiken (Hedging), Zinsrisiken oder sonstigen Kursrisiken bekannt sein, so gibt es durchaus darüber hinaus Geheimtipps an  Instrumenten wie z.B. Wetterderivate (gehandelt an der CME (Chicago Mercantile Exchange) oder LIFFE (London International Financial Futures and Options Exchange)), mit deren Hilfe man sich sogar gegen bestimmte Kapriolen des Wetters absichern kann.

 

Folgende Übersicht soll Ihnen das Schema der Risk Mitigation darstellen:

 

Risikoabsicherung

 

Jedes Unternehmen sollte, nachdem die Risikopotenziale erst einmal erfasst und bewertet wurden, eigentlich Standardvorgehensweisen haben, wie mit einzelnen Risikoklassen umzugehen ist. Meist sind diese Regeln in einer Risk - Policy zusammengefasst.

 

Diese bedingt aber zweierlei: nämlich den Abgleich mit den Unternehmenszielen und die Fähigkeit, Risikopotenziale rechtzeitig zu erkennen. Das ideale Instrument hierfür ist unser Risk - Monitor. Er ermöglicht softwaregestützt, sich vor unliebsamen Überraschungen zu schützen.

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