Know - How zur ITIL 2011
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ITIL Revision 2011

 

 

Die Zielsetzung der Revision 2011

 

Seit der Veröffentlichung der ITIL V3-Kernbücher hat es mehr als 500 Vorschläge zur Änderung und Vervollständigung der Rollen, Prozesse und Schnittstellen sowohl von Anwenderseite als auch von Seiten der Trainingsorganisationen gegeben. Basierend auf diesem Feedback wurden alle Lifecycle - Bände geprüft und optimiert. Hierzu gehört auch, dass die Anforderungen des Sarbanes - Oxley Act (SOX) einbezogen wurden, also für eine höhere Transparenz der Prozesse gesorgt haben. Der Trend zu Outsourcing- und Cloud - Strategien verlangt nach einem stärkeren Sicherheits - Management mit verschärften Steuerungs- und Dokumentationspflichten.

 

Dabei sind Fehler und Ungereimtheiten im Text und in den Grafiken korrigiert worden. Zudem wurden die Bücher in Bezug auf Übersichtlichkeit, Konsistenz und Fehlerfreiheit optimiert und Änderungsvorschläge von Trainingsorganisationen zur Vereinfachung des Unterrichts implementiert. Das Ergebnis ist einfacher zu steuern, besser zu lesen, leichter zu übersetzen, einfacher anzuwenden und leichter zu vermitteln.

 

Die ITIL 2011 Edition ist in gedruckter Form seit Ende Juli erhältlich, alle elektronischen Formate werden kurz darauf folgen. Eine deutsche Übersetzung der Kernbücher ist bis Jahresende vorgesehen.

 

 

Die Änderungen im Detail

 

Service Strategy

 
Das grundlegende Konzept innerhalb des Buches wurde verständlicher, ohne die übergreifenden Aussagen zu verändern. Die aktualisierte Publikation enthält mehr praktische Anleitungen und mehr Beispiele, an den Stellen an den es notwendig war. Es wurde unter anderem der Prozess "Strategy Management for IT Services" hinzugefügt. Dieser neu definierte Prozess ist verantwortlich für die Entwicklung und Erhaltung der Business- und IT-Strategien. Um eine höhere Konsistenz in der Publikation zu erreichen und die Anwendung zu vereinfachen, gibt es keine weitere separate Beschreibung dieser beiden Punkte. Das "Financial Management" wurde erweitert, und das "Business Relationship Management" sowie das "Demand Management" werden nun als Prozesse erfasst.

 

Service Design

 

In der Aktualisierung wurde besonderer Fokus auf die Anbindung an die Phase "Service Strategy" gelegt. Eine Reihe von Konzepten und Prinzipien wurde verdeutlicht. Dies insbesondere beim Ablauf und Management der Aktivitäten im Rahmen des "Service Design" durch das Hinzufügung des Prozesses "Design Coordination". Eine weitere, wesentliche Verbesserung in der Verständlichkeit betrifft die fünf Aspekte des "Service Design", das Design des "Service Portfolios" und die Terminologie in Bezug auf die Darstellung des "Service Katalogs".

 

Service Transition

 

Die Struktur, Inhalt und die Beziehungen des "Configuration Management Systems" (CMS) und "Service Knowledge Management Systems" (SKMS) wurden klarer beschrieben, um es dem Leser zu erleichtern, diese Schlüsselkonzepte zu verstehen. Inhaltlich neu ist die Erklärung wie ein "Change Proposal" angewendet werden sollte. Der Evaluation - Prozess wurde umbenannt in "Change Evaluation", und die Anwendung sowie der Umfang wurden modifiziert, um zu verdeutlichen, wann und wie diese Prozesse angewandt werden sollen. Der Inhalt des "Service Asset und Configuration Management" - Prozesses wurde in Bezug auf Asset Management ergänzt, und es gibt Verbesserungen im Ablauf und der Integration einer Anzahl von Prozessen, und zwar "Change Management", "Release und Deployment Management" sowie "Change Evaluation".

 

Service Operation


Die Prozessabläufe sind bei allen Prozessen aktualisiert oder ergänzt worden. Insbesondere bei "Request Fulfillment", "Access Management" und "Event Management". Schlüsselprinzipien wurden klarer beschrieben. Dies betrifft Richtlinien um das Thema "Service Requests und Request Models" sowie beim proaktivem "Problem Management". Desweiteren wurden Aktualisierungen in die Publikationen eingefügt, um besser zu erklären, wie "Basic Events" optimal in Filter- und Rule Engines laufen, um aussagekräftige Eventinformationen zu generieren. Auch die Beziehung zwischen "Application Management" - Aktivitäten vs. "Application Development" - Aktivitäten wurde überarbeitet. Weitere Klarstellungen beinhalten einen erweiterten Abschnitt zu den Techniken der Problemanalyse, Prozeduren für "Incident Matching" und weitere Anleitung für die Eskalation von Incidents in das "Problem Management". Zudem wurde die Beschreibung für das Managen von physikalischen Facilities ("Facility Management") ausgebaut.

 

Continual Service Improvement

 
Der Sieben - Schritte - Verbesserungsprozess und sein Bezug zum "Deming Cycle" sowie zum "Knowledge Management" wurde verdeutlicht. Das "CSI Model" wurde in "CSI Approach" umbenannt, und das Konzept des "CSI Registers" wurde als der Ort eingeführt, an dem Details zu allen Verbesserungs - Initiativen innerhalb einer Organisation festgehalten werden. Geringe Veränderungen wurden im gesamten Buch durchgeführt, um die Bedeutung des CSI im gesamten Service Lifecycle zu verdeutlichen und die Lesbarkeit zu verbessern. Besonderer Wert wurde dabei auf das Dokumentieren der Schnittstellen von CSI zu den anderen Lifecycle - Phasen gelegt.

 

 

Die Auswirkungen

 

Alle bisherigen Itil V3 - Zertifizierungen behalten ihre Gültigkeit, die nun vorgenommenen Anpassungen haben keine Auswirkungen auf die Grundkonzepte des Service Lifecycle.

 

Auf die ITIL - Schulungen wird das Update vorerst keine Auswirkung haben, da die grundlegenden Prinzipien und Konzepte gleich bleiben. Erst mit der für den November vorgesehenen Einführung der ITIL - Prüfungen nach der Edition 2011 in deutscher Sprache wird es zu kleinen Anpassungen in den Schulungsinhalten kommen. Das diese Anpassungen aber nicht die Kernaussagen von ITIL betreffen, gibt es keinen Grund, eine schon geplante ITIL V3 - Ausbildung wegen des Update neu zu terminieren.


 

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Zuletzt aktualisiert am 23.03.2012